Goldschmuck legierungen wie 750, 585, 333

Goldlegierungen für Schmuckzwecke

Das chemische Element Gold ist ein Edelmetall, dass seit mehreren Tausend Jahren unter anderem zur Herstellung von Schmuck verwendet wird. Als eines der ersten in der Natur gefundenen Metalle wurde es aufgrund seiner dominierenden glänzenden Farbe sowie seiner Korrosionsbeständigkeit, Unzerstörbarkeit, Gewichtigkeit, leichten Goldschmuck-legierungenVerarbeitungsmöglichkeit und auch Seltenheit für edel und wertvoll erachtet. Reines Gold in seiner natürlichen Beschaffenheit ist jedoch zu hart, um zu Goldschmuck verarbeitet zu werden. Demzufolge wird Gold mit anderen Metallen legiert. Durch das Zusammenschmelzen von Gold und Legierungszusatzmetalle entstehen unterschiedliche Goldlegierungen, die sich unter anderem in Dichte, Farbe, Wert und Preis unterscheiden.

Feingold und Gold-Legierungen

Pures Gold (lat. Aurum, Element Au) wird auch als Feingold bezeichnet. Der Reinheitsgrad von Gold wird aus der Geschichte heraus in Karat (kt) gemessen. Das Höchstmaß sind 24 Karat und definiert pures Gold. In dem heute angewendeten metrischen System wird der Goldanteil in Promille angegeben. Ausgehend von 1000 Gewichtsanteilen entspricht die Gewichtspromille 999,9 dem puren Feingold und ist gleichzusetzen mit 24 Karat. Auf echtem Goldschmuck wird durch einen Stempel (Punzierung) die Gewichtspromille von Gold in der Legierung angegeben. So besteht ein Schmuckstück mit dem Stempelaufdruck 750 zu drei Viertel aus Gold und zu einem Viertel aus anderen Metallen. Eine 750 Goldlegierung entspricht 18 Karat. In der Schmuckherstellung werden sehr häufig 333, 585, 750 und 916 Goldlegierungen verwendet. Je höher der Anteil an Gold ist desto wertvoller ist das Schmuckstück.

333 Gold = 333 1/3 Gewichtspromille Gold in der Legierung = 8 Karat 585 Gold = 583 1/3 Gewichtspromille Gold in der Legierung = 14 Karat 750 Gold = 750 Gewichtspromille Gold in der Legierung = 18 Karat 916 Gold = 916 2/3 Gewichtspromille Gold in der Legierung = 22 Karat

Besonders in Ländern des Mittelmeerraumes werden sehr häufig Schmuckstücke mit einem Goldanteil von 916,6 Gewichtspromille beziehungsweise 22 Karat verkauft. Der Reinheitsgrad an Gold kann aber auch in Dezimalzahlen definiert werden. So wird zum Beispiel Feingold, also reines Gold in der Zahl 1,000 angegeben. Für das Zusammenschmelzen der Goldlegierung mit anderen Edelmetallen und unedlen Metallen werden in der klassischen Tradition die Legierungszusatzmetalle Silber und Kupfer verwendet. Mittels Zusätze weiterer Metalle wie Platin, Nickel und Palladium können die verschiedenen Eigenschaften wie Härte und Farbe einer Legierung beeinflusst werden. Eigenschaften wie die Korrosionsfestigkeit in einer Goldlegierung, die durch die Beimischung unedler Legierungszusatzmetalle und einem geringen Goldanteil stark abnehmen kann, wird durch das Verhältnis der Edelmetallatome zu den gesamten Atomen in einer Legierung festgestellt. Eine Goldlegierung unter 50 Prozent der Goldatome ist von Säuren angreifbar. Diese Grenze bilden 750er Goldlegierungen. Eine 333 Goldlegierung enthält zum Beispiel einen Goldatomanteil von 18 Prozent und wird deshalb in vielen Ländern und auch Händlern als sehr minderwertig betrachtet.

Farbgoldlegierungen.

Goldlegierungen existieren in einem weitreichenden Farbspektrum, das von den Mischungsverhältnissen, der Legierungszusatzmetalle sowie den jeweiligen Goldanteilen abhängt. In der Herstellung von Goldschmuck werden meist Rotgold, Gelbgold und Weißgold verwendet. Zusätzlich gibt es auch noch Grüngoldlegierungen und Titangoldlegierungen. Rotgold ist eine Legierung, die sich aus Feingold, Kupfer und Silber zusammensetzt. Der Kupferanteil ist in dieser Legierung stärker enthalten als der Silberanteil. Der dadurch entstehende rote Schimmer gibt dem Rotgold seinen Namen. In der Stärke der Farbe gibt es beim Rotgold jedoch verschiedene Töne, die in den verschiedenen Kulturen unterschiedlich beliebt sind. Die dunklen und farbintensiven Rotgold Legierungen sind zum Beispiel in südlichen und östlichen Regionen von Europa sehr beliebt.

Gelbgold ist ebenfalls eine Legierung, die sich aus Feingold, Silber und Kupfer zusammensetzt, jedoch in ihrer Farbe dem natürlichen reinen Gold sehr nahe kommt. Ausschlaggebend für die Goldfarbe ist das Verhältnis der Metalle zueinander. Goldschmuck aus Gelbgold mit einem geringen Goldanteil reduziert die Tiefe der gelben Tönung. Die Legierungszusatzmetalle Silber und Kupfer beim Gelbgold nehmen in der Regel ein Verhältnis von 1:1 ein. Die Farbnuancen können jedoch beliebig geändert werden. Mit höherem Silberanteil tendiert die Farbe zu einem hellen gelb, während anders herum ein leicht höherer Kupferanteil das Gelbgold zu einem gelben orange neigt. Goldlegierungen in Gelbgold werden besonders durch ihren Erkennungswert an Feingold in aller Welt am meisten geschätzt. Goldschmuck verkaufen

Schmuck aus Weißgold weist durch die Beimischung entfärbender Legierungszusatzmetalle eine eher blasse weiße Goldlegierung auf. Die Legierungszusatzmetalle sind im Weissgold vorwiegend Palladium, Nickel und Silber. Je weniger Goldgehalt ein Schmuckstück aus zum Beispiel 585 Weissgold besitzt, desto höher ist der Silberanteil. Zusätzlich fließt auch noch ein geringer Anteil aus Kupfer und Silber in die Legierung ein. Auch als Graugold bekannt, hebt Weißgold besonders eingearbeitete farblose Brillanten hervor. Weissgold Legierungen werden in der Schmuckanfertigung häufig in einer nickelhaltigen Weissgold Legierung oder auch in einer palladiumhaltigen Weißgold Legierung verwendet. Erstere setzt sich aus Gold, Kupfer, Nickel und Zink zusammen, wobei der Nickelgehalt bis 13 Prozent betragen kann. Schmuckhersteller und Juweliere bevorzugen diese Weissgold Legierung wie 585 Gold aufgrund seiner Festigkeit. Weißgold auf Palladium basierend gilt nicht nur als die edlere Erscheinungsform, sondern auch als eine mit sehr hohem Wert. Der Preis für Goldschmuck von palladiumhaltigem Weißgold spiegelt sich nach dem Wert entsprechend wieder. Dieses Weißgold ist eine Mehrstofflegierung, die sich aus maximal sechs Elementen zusammensetzt. Der Palladium Anteil beträgt in der Regel zwischen 13 und 16 Prozent, welcher höher ist als bei der nickelhaltigen Weissgold Legierung. Weissgold mit Palladium ist dem Platin oder Silber in der Farbgebung sehr ähnlich. Der hohe Anteil an den Edelmetallen Gold, Silber und Palladium sowie seiner hohen Dichte steigern den Wert und den Preis dieser Goldlegierung gegenüber anderen. So liegt der Wert und der Preis einer Weissgold Legierung gegenüber der Gelbgold Legierung um ein vielfaches höher.

Der Preis für Gold ist tendenziell am Wachsen, da sich auch die Goldvorkommen reduzieren und Gold als Werterhaltungsmittel besonders in wirtschaftlich schwachen Zeiten bewährt. Goldschmuck ist besonders wertvoll in den Goldlegierungen mit einem hohen Goldanteil wie Gold 916 oder Gold 750. Allseits beliebt und oft getragen sowie weit verbreitet sind aber auch Goldlegierungen mit einem Anteil von 585 oder 333.